Welcher Browser ist der sicherste?
Fast jeden Rechner in Europa schätzt eine Sicherheitslösung, und doch haben sich im vergangenen Jahr nach Angaben
des statistischen Amts der EU fast ein Drittel der User in der EU mit Malware infiziert. Vor allem auf Bankkunden hatte es
eine gro angelegte ZBOT-Attacke abgesehen, die in vier europischen Ländern losgetreten wurde.
Für die meisten Surfer ist ihr Browser das Tor ins weltweite Netz. Wie gut diese Programme solche Malware entdecken
und blocken, die sich im Internet zum Beispiel als Downloads für harmlose Bildschirmschoner tarnt, hat die auf
Sicherheits-Tests spezialisierte US- Firma NSS Labs gestestet und die Ergebnisse unter dem Titel "Web Browser
Security – Socially Engineered Malware Protection" veröffentlicht. Sie schauten bei der Studie auf Malware-Seiten, die
besonders auf europische User ausgerichtet sind. Gerne tummelt sich Socially Engineered Malware in sozialen
Netzwerken.
Testsieger ist der Internet Explorer 9, der alle Angriffe abfing – das aber nur dank der neu integrierten Application-Reputation-Funktion. Aber auch ohne sie
erkannte der Browser 92 Prozent der kritischen URLs als gefhrlich. Es folgt knapp dahinter der IE 8 mit 90 Prozent Erkennungsrate. Mit nur jeweils 13
Prozent liegen Safari 5, Chrome 10 und Firefox 4 gleichauf. Der Mozilla Browser schwächelt, denn sank die Erkennungsrate im Vergleich zum vergangenen
Jahr um 6 Prozentpunkte. Auf 11 Prozent kommt Opera 11. Der Test glich einem Dauerbeschuss: 19 Tage ließ NSS eine Reihe von PCs an verschiedenen
Orten in Europa immer wieder 650 verschiedene Websites mit gefährlichen Inhalten ansteuern, jede Seite kam mindestens alle 6 Stunden dran. Die Tester
wollten wissen: Welcher Browser erkennt welche Bedrohung, und wie schnell nehmen die Browser-Hersteller neue Malware-Seiten in ihre Blocklisten auf
Auch in Sachen Geschwindigkeit hat der IE 9 die Nase vorn, aber nur mithilfe der Application Reputation erkennt er neue Malware sofort. Der Durchschnitt
aller Browser liegt bei 13,7 Stunden, ohne App Rep ist IE 9 sogar ber zwei Stunden langsamer als der Schnitt. IE 8 braucht 13,95 Stunden und Opera 11 hinkt
mit 48,28 Stunden weit hinterher. Schneller als der Durchschnitt reagieren Firefox 4 (7,88 Stunden), Chrome 10 (6,87 Stunden) und Safari 5 (4,94 Stunden).
Aus den Testergebnissen schließt NSS zudem, dass sich die Blocklisten dieser drei Browser aus einer Quelle speisen. Denn sie haben immer fast exakt die
gleichen Abfangraten – egal, zu welchem Zeitpunkt whrend des Versuchs. Das Gleiche lsst sich für die deutlich hheren Quoten von IE 8 und IE 9 sagen,
wenn man Application Reputation außer acht lässt.
Quelle: IDG MAGAZINE MEDIA GMBH München
9 Indizien für eine PC-Infektion!
Obwohl sich das Bewusstsein für IT-Sicherheit in den vergangenen Jahren fest bei den Internet-Nutzern verankerte, und
auch Fachhändler sowie IT-Security-Dienstleister ganze Arbeit geleistet haben, erlitt in Deutschland im Durchschnitt jeder
zweite Computernutzer eine Infektion. Täglich verbreiten Internet-Betrüger über 60.000 neue Schädlinge und die
Internetnutzung der Deutschen spielt Ihnen bei der Verbreitung ungewollt in die Hände.
Denn an den vielen Anwendungen, die den Alltag der Nutzer erleichtern, können sich Internetbetrüger oftmals durch
Manipulation bereichern, das sollten Sie sich klar machen. Die meisten Schädlinge sind heutzutage auch noch
so programmiert, dass Infektionen im Hintergrund ablaufen und immer schwerer aufzuspüren sind. Dennoch gibt es
einige Merkmale, die als Indiz für eine PC-Infektion dienen. Panda Security fasst die neun häufigsten Merkmale
zusammen:
1. Der PC warnt vor Infektionen
Die Verbreitung von falscher Antivirensoftware (Rogueware) ist in den vergangenen zwei Jahren massiv angestiegen. Sichere Zeichen einer Infektion sind
Pop-Ups und Nachrichten über Infektionen oder Details zu einem Schädlingsbefall, die zum Kauf von Sicherheitslösungen auffordern.
2. Der PC arbeitet extrem langsam
Dieses Symptom muss nicht unbedingt, kann aber häufig auf eine Infektion zurückzuführen sein. Oftmals führen Schädlinge auf dem PC Aktionen durch, die
extrem viele Ressourcen beanspruchen und den PC spürbar belasten.
3. Anwendungen starten nicht
Auch hier muss die Ursache nicht immer in einer PC-Infektion liegen, die Wahrscheinlichkeit ist aber in jedem Fall gegeben und der PC sollte auf
Schädlingsbefall überprüft werden.
4. Internet-Anbindung schlägt fehl
Lässt sich mal die Verbindung zum Internet nicht aufbauen, oder läuft sie langsamer als sonst, und Router- oder Provider-Probleme sind ausgeschlossen, ist
in den meisten Fällen eine Infektion die Ursache für die unterbrochene oder eingeschränkte Internetverbindung. Viele Schädlinge laden im Hintergrund
weitere Exemplare nach oder verbinden sich unbemerkt mit neuen Seiten, was den Netzzugang entweder teilweise oder komplett einschränkt.
5. Der PC öffnet unaufgefordert Webseiten
Viele Bedrohungen sind speziell darauf ausgerichtet, den Internet-Traffic gegen den Willen des Users auf schädliche Seiten umzuleiten. Nicht selten
entsprechen die schadhaften Webseiten in Design und Inhalt fast hundertprozentig dem Original und sind von der realen Seite nicht mehr zu unterscheiden.
Dabei öffnen sich auch noch mehrere Browserfenster ohne Aufforderung des Nutzers.
6. Daten gehen verloren
Es sind immer noch zahlreiche Schädlinge im Umlauf, die Informationen verschlüsseln oder löschen sowie Dokumente an andere Orte verschieben.
7. Antiviren-Lösung und/oder Firewall sind deaktiviert
Viele Schädlinge versuchen installierte Sicherheitsprogramme auf den befallenen PCs außer Kraft zu setzen. In Ausnahmefällen liegt der Fehler sicher in der
Software. Sollten alle Komponenten aber gleichzeitig funktionsuntüchtig werden, kann eine Infektion nicht ausgeschlossen werden.
8. Der Computer ändert die Sprache
Wenn einzelne Anwendungen nicht mehr in ihrer ursprünglichen Sprache erscheinen, der Desktop verkehrt herum angeordnet oder zu Teilen verschwunden
ist, ist die Ursache meist eine Infektion.
9. Libraries sind weg
Wenn Bibliotheksdateien für laufende Spiele oder Programme vom PC verschwindenm, und
unvollständige oder fehlerhafte Programminstallationen ausgeschlossen werden, kann ein Schädling die Dateien gelöscht haben
News vom November 2011